Cercle Philatélique Mamer

67. Tag der Briefmarke
3. Jugendphilatelistentag

Fussball - Sport & Freizeit

Der 67. "Tag der Briefmarke"
im Mamer "Schlass" und Cipa
(Jean FRISING)

Cercle philatélique Mamer setzte den
Ehrentag der Briefmarkensammler in den Rahmen "Fussball, Kunst & Freizeit"

Die Mamer Briefmarkensammlervereinigung darf aus ihrer Vereinschronik eine ansehnliche Zahl von öffentlichen Auftritten auf dem philatelistischen Parkett aufführen, aber, so ihr unermüdlicher Präsident Ralph Letsch, "noch nicht hatten wir die besondere Ehre, den Ehrentag der Philatelisten, die "Journée du timbre" auszurichten".

Demzufolge wurden keine Anstrengungen unterlassen, um für die Mamer Sammlerschaft, eine "Premiere" zu inszenieren und mit einer erfreulichen Zahl von Exponaten von besonders Jungsammlern, harmonisch mit dem 100. Jahrestag der FLF-Fussballföderation abgestimmt durchzuführen, für die in punkto Umfang, Niveau und das interessante Rahmenprogramm sowie allgemeine Konzeption die Organisation volle Anerkennung verdient.

Vereinspräsident Ralph Letsch fand in seiner Begrüssung der vielen Gäste aus den Bereichen "Fussball, Kunst und Freizeit" - die philatelistisch behandelten Themen - nur anerkennende Worte des Dankes an all jene vielen Mitarbeiter, die in einer meisterhaften Gemeinschaftsarbeit mit besonders dem 1908, also vor hundert Jahren gegründeten FLF-Fussballverband und lokalen Vereinigungen zum Gelingen der äusserst geschmackvoll aufgemachten Briefmarkenschau beigetragen hatten. FSPL-Präsident Jos Wolff unterstrich die Bedeutung des Beschlusses des FIP-Verbandes, der während seines Kongresses im Jahre 1936 in Luxemburg, den alljährlich auf Weltebene zu begehenden "Tag der Briefmarke" ins Leben rief. Die vielen Aktivitäten der Vereinigung wusste Präsident Wolff belobigend hervorzustreichen und sah in der alljährlichen Zusammenkunft zum Tag der Briefmarke die Bestätigung einer fruchtbaren Kooperation zwischen Sammlern und Föderation.

Für ihre Verdienste um die Belange aller Briefmar-kensammler erhielten Andrée Trommer-Schiltz
(Verein Bettemburg), Carlo Hamer (Verein
Rodingen) und Josy Graffe (Verein Tetingen)
die "plaquette de reconnaissance", die höchste Auszeichnung des Sammlerverbandes.

FSPL-Vizepräsident Willy Serres referierte über die internationale Motivgruppe "Musik" die 1959 in Luxemburg gegründet wurde und dessen erster Präsident der über unsere Grenzen hinaus bekannte Musikprofessor Roby Henx war. Seit 1980 findet alljährlich weltweit unter den Briefmarkensammlern, Thema Musik, die Wahl des schönsten Postwertzeichens mit dem Markenmotiv "Musik" statt, an dessen Designer die "Yehudin Menuhin Trophy" verliehen wird. Dieses alljährige Zeremoniell geschieht als eine Erinnerung an den grossen Tonschöpfer und Dirigenten, der 30 Jahre lang, von 1969 bis zu seinem Tode im Jahre 1999, Schirmherr des Philatelie Musik Center war.

Aus 160 Sonderbriefmarken aus dem Ausgabejahr 2007 ergab die Wahl die Verleihung der zwei ersten Preise zugleich für Luxemburg. An den Luxemburger Grafiker Eugene Kalmus wurde für sein Design der 2. Serie "die grossen Pfeifenorgeln" der 1. Preis überreicht. Frau Guy Rausch empfing den 2. Preis an Stelle ihres, auch für die Philatelisten, allzufrüh verstorbenen Gatten. Die Würdigung galt nämlich Guy Rausch, Chef des "Office du timbre", für die Gestaltung des fünf Werte umfassenden Briefmarkenblocks "das römische Mosaik von Vichten".

PostGeneraldirektor Marcel Gross stellte fest, dass heute die Briefmarke über ihren primären Zweck der Freimachung zu einem Spiegel der Kunst und der Wissenschaft hinausgewachsen ist und das bleiben muss. Die europaweit geplante Liberalisierung des Postwesens wird dem Briefmarkenhobby mit seinen guten Eigenschaften und zugleich dem Symbol der Kommunikation und des kulturellen Beitrags keinen Abbruch zuführen, da auch in Luxemburg nur im Rahmen der vereinbarten UPU-Bestimmungen (Weltpostverein) mit dem Postunternehmen Postwertzeichen herausgegeben werden dürfen.

Deputé-maire Gilles Roth dankte der Mamer Briefmarkensammlervereinigung und besonders ihrem unermüdlichen Präsidenten, die es immer verstünden nur den Gedanken um die Philatelie zu stärken und emsig sich bemühen neue Liebhaber für dieses so schöne Hobby zu gewinnen.

FLF-Präsident Paul Philipp beglückwünschte den Organisator dass er die philatelistische Manifestation "Fussball, Kunst und Freizeit" in den Rahmen des
100-jährigen FLF-Bestehens setzte, Felix (Boy)
Cloos erzählte fasziniert von seiner bereits
patentierten "Mini-Foot-Idee" und Journalist-Kabarettist Josy Braun sorgte bei seinem satirisch kommentierten Fussballmatch für homerische
Gelächter bei den Ehrengästen.

Wir können nicht auf die vielen von viel Fleiss und Geschmack zeugenden Exponate aus der Wettbewerbs- und der Ehrenklasse näher eingehen, über die sich nur Schmeichelhaftes berichten lässt. Ein Bravo für die Jungsammler. Sie bewiesen einmal mehr, wieviel Kräfte für das Gedeihen der Philatelie und für ihre Verbreitung sie einsetzen wussten.

Das Palmares der Jugendklasse:
Chiara Fehlen und Laurent Heyder:
je eine Silbermedaille;
Gross-Silber erhielten:
Lisa Strasser, (+EP der FSPL),
Pierre Weimerskirch,
Thierry Ehr (+EP der PIT),
Julien Strasser;
an Michel Scheuer verlieh die Jury
eine Vermeil-Medaille (+EP der PTT).

   

Fußball - Kunst & Freizeit
100 Jahre FLF und Fußballkultur in Mamer

Mitte November organisierte der lokale Cercle Philatélique, unter der Schirmherrschaft des nationalen Fußballverbandes, seinen kulturellen Beitrag zur Hundertjahrfeier der FLF.

Während zwei Tagen präsentierten die sechs Künstler Florin Balaban, Marina Herber, Olivier Jaminon, Roger Leiner, Pol Leurs und Carlo Schneider 50 Fußballkarikaturen, welche noch bis Ende des Jahres im „Karikatur und Cartoon Museum" in Vianden zu sehen sind.

In über 50 Rahmen stellten die Philatelisten Ralph Letsch, Jeannot Piron und Roger Stoffel Hunderte von Briefmarken, Sonderstempeln und Briefen zum Thema Fußball aus. Auszüge ihrer Sammlung "Fußball-Autogramme von A-Z" zeigten Gilbert und Kevin Zender.

Die FLF stellte den Besuchern die schönsten Momente des luxemburgischen Fußballs auf mehreren Schautafeln vor, der FC Mamer 32 erzählte seine 75jährige Geschichte auf über 100 Photos, Léon Letsch rief seine Karriere als einer der besten luxemburgischen Fußballer in Erinnerung und Arno Funck lieferte online die Ergebnisse, Tabellen und Statistiken des luxemburgischen Fußballs.

Der nimmermüde Unternehmer Félix (Boy) Cloos präsentierte im Modell seine Idee eines Mini-foot, die Association Luxembourgeoise des Collectionneurs d’Insignes de Football sowie der Club des Collectionneurs de Cartes Postales de Stades zeigten Teile ihrer Sammlungen und sprachen mit den interessierten Besuchern über ihre Leidenschaft.

Nach der Eröffnung am Samstagmorgen im Beisein der politischen Verantwortlichen der Gemeinde Mamer um Bürgermeister Gilles Roth sowie der Vertreter der FLF geführt von Präsident Paul Philipp, standen am Sonntagnachmittag drei Vorträge auf dem Programm. Der Diavortrag „Ronn, eckeg, zackeg - Futtball a Philatelie" von Ralph Letsch beschäftigte sich zuerst mit den verschiedenen Facetten des Fußballs mittels passender philatelistischer Dokumente.

Dann referierte Lucien Kayser über „Des stades et des arènes", deren allgemeine Entwicklung im Laufe der Zeit und heutiger Stellenwert sowie die Architektur einiger ausgewählter Fußballtempel. Der heutige Kulturkritiker und ehemalige internationaler Schiedsrichter erklärte zum Schluß seines sehr kompletten und interessanten Beitrages auch im Detail seine Vorstellung betreffend die Zukunft des heutigen „Stade Josy Barthel" und das geplante neue "Nationalstadion", dessen Sinn und Zweck er aus seiner Sicht erläuterte.

Abschliessend trug Pilo Fonck „Méng memorabelst Erënnerungen mat der Lëtzebuerger Football-Nationaléquipe" vor. In bekannter Manier begeisterte der frühere Reporter mit Anekdoten über die schwersten und die besten Momente des luxemburgischen Fußballs, die er im letzten halben Jahrhundert aus nächster Nähe miterleben konnte. Eine positive Zukunft für die Fußballnationalmannschaft erwartet der kompetente und kritische frühere Journalist, dank der in den letzten Jahren so ausgezeichneten fußballerischen Arbeit innerhalb der FLF.